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Hamburg

Die Schwester als Grund für (m)einen zweiten Besuch in Hamburg. Wieder im Dezember. Wieder Regen. Wieder kalt. Die Stadt schafft es, dass man sich trotz widriger Wetterumstände wohlfühlt. Norddeutsche Direktheit mit sympathisch spitzer Zunge und Fisch in allen Aggregatzuständen.

Julia

Hamburg Löwe

Hamburg Häuser

Hamburg wie im Reiseführer

Einige Touristen-Fixpunkte in Hamburg, denen man nicht entkommen soll/kann, sind der Hafen, das Miniaturmuseum in der Speicherstadt und ein Besuch am Fischmarkt im Morgengrauen. Auf das wellengeformte Konzerthaus Elbphilharmonie sollte man Einheimische besser nicht ansprechen. Spatenstich war 2007, geplant waren drei Jahre Bauzeit und knappe 300 Millionen Euro an Baukosten. Die Kosten wurden mehrmals nach oben, der Eröffnungstermin mehrmals nach hinten verschoben. Im Jänner 2017 soll das erste Konzert stattfinden. Finanziell rechnet man mit fast 800 Millionen Euro. Zur Verteidigung kann festgehalten werden, dass laut einer Studie Megaprojekte wie dieses in vielen Fällen teurer werden als gedacht. Bei Vorhaben dieser Größe fehle es schlicht an Vergleichs- und Orientierungsmöglichkeiten.

Hamburg Hafen

Hamburg Miniaturmuseum

Fischmarkt Hamburg

Elbphilharmonie

Hamburg U-Bahn

Musikstadt Hamburg

Im Hamburger Alltagsleben spielt Musik eine große Rolle. Vielleicht liegt das ja am Wetter. Hans Albers (Flieger, grüß mir Sonne), Tocotronic, Kettcar, Absolute Beginner, Samy Deluxe kommen so wie Fettes Brot aus der Stadt. Welch freudiger Zufall, dass Fettes Brot gerade an meinem Besuchs-Wochenende ein Konzert gaben! Im Shuttlebus zum und vom Konzert war es dicht gedrängt und erstaunlich still. Sind die Norddeutschen wirklich so gesittet? Das kam auch dem Busfahrer ungewöhnlich vor. Über das Bus-Mikro forderte er uns mehrfach auf, doch den einen oder anderen Fan-Gesang anzustimmen. Stellenweise brandete in mutigen Gruppen Singsang auf, für eine inner-bus-übergreifende Zusammenarbeit hat es aber nicht gereicht. Ein Konzert der Brote vor 11.000 Hamburger Fans, das ist ein freudiges Heimspiel – und die Musik ist passender Soundtrack für die Stadt.

Fettes Brot